•  12/23/2025 06:00 PM

Studenten der TU München haben ein globales, schnelles, effektives und kostengünstiges Infrarot-Satelliten-System zur Waldbrand-Prävention und -Beobachtung aus dem All entwickelt. OroraTech hat bereits die hohe Zuverlässigkeit seiner Technologie bewiesen. Feuerwehren etwa in Kanada können darauf nicht mehr verzichten. Das Warn-, Analyse- und Prognose-Tool sieht mit Wärmebildern aus der Erdumlaufbahn großflächig das, was Rettungskräften allein schon wegen starker Rauchentwicklungen vorenthalten bleibt. In Zeiten des Klimawandels und dramatisch zunehmenden Waldbränden haben die Gründer einen Punkt. Parallel haben sie eine Satelliten-Plattform gebaut, mit der die eigenen insgesamt geplanten 100 Flugkörper befördert werden sollen, aber auch anderen Start-ups und Forschungseinrichtungen anbieten. Ende November ist GENA OT mit mehreren Missionen erfolgreich mit SpaceX in die Umlaufbahn gebracht worden. Ein wichtiger Meilenstein für das NewSpace-Start-up.

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  •  10/31/2025 06:00 PM

Mehr digitale Mobilität, immer höhere Komplexität. Moritz Buhl will zwei schwer vereinbare Trends durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zusammenbringen, damit man vom Smartphone oder Tablet aus eine Firma managen, Finanzen regeln oder Buchhaltung zu erledigen kann. Sein Unternehmen Buhl Data Service, ein Softwarehaus, bietet seit Jahrzehnten für Arbeitnehmer, Kleinunternehmer, Freiberufler und Gründer Lösungen für Steuer, Finanzen, Buchhaltung und Büro-Verwaltung an, bekannt unter den Namen WISO Steuer, WISO Finanzblick, WISO Mein Büro. Buhl hat erkannt, wie wichtig KI in der Zukunft auch für ihn wird. Er ist Mittelständler und führt ein etabliertes Unternehmen. Und doch denkt er wie ein Start-up-Gründer.

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  •  10/03/2025 06:00 PM

Als Job-Plattform für Arbeitsplätze am Bau wurde Crafthunt vor fast drei Jahren gegründet. Das Münchner Start-up will aber auch mit dem Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz Prozesse in der Bauindustrie automatisieren und mit einem KI-Assistenten den Firmen Arbeit abnehmen. Im April hat es das professionelle Tool BauGPT Pro eingeführt. Die Resonanz ist so groß, dass Crafthunt sich vor zwei Wochen in BauGPT umbenannt hat. Ein neues Geschäftsfeld entsteht, ohne das Recruiting als Lösung gegen den sich zuspitzenden Fachkräftemangel aus dem Auge zu verlieren. Personal ist knapp, also müssen sich die Beschäftigten auf das eigentlich wichtige konzentrieren und von zeitraubender Routine entlastet werden. Die Gründer verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz in einer Branche, in der Digitalisierung noch nicht so richtig Einzug gehalten hat.

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  •  08/24/2025 06:00 PM

„Wir denken Produkttests neu." Vier Studenten haben an der TU München in einem wissenschaftlichen Raketenprojekt Flugcomputer und das Testsystem entwickelt. Noch vor dem jetzt anstehenden Studienabschluss haben sie das Spin-off Duneo gegründet. Zur neuen, KI-gestützten Software gibt es eine eigens entwickelte kompakte Hardware, die aus drei kleinen Kästchen besteht. Das System ist so leistungsfähig, vielseitig einsetzbar, effektiv, schnell, zuverlässig und kostengünstiger als bestehende Technologien, dass es den Vergleich mit dem Mission Control Center der NASA nicht scheuen müsse - sagen die Gründer. Mit ihm können Produktentwicklungen deutlich verkürzt, Entwicklungskosten gespart werden. Anfang 2026 gehen sie in Vollzeit, hoffen 2027 auf den Marktstart. Die Piloten stehen im Herbst für Tests und Validierung bereit. Muss noch eine Finanzierung her: Die Gründer hoffen auf Fördermittel - und vielleicht auf Kooperationen mit der Industrie.

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  •  07/25/2025 11:00 AM

Nur die Ruhe. Im Hype um Künstliche Intelligenz geht es mitunter in Unternehmen hoch und nicht selten unkontrolliert her. Es entsteht für Heiko Müller und Luciano Radicce ein Wirrwarr, in das Ordnung hineinzubringen ist - weshalb sie die KI-Beratung Lazy Consulting gegründet haben. Sie bauen für kleine und mittelständische Unternehmen oder auch für Start-ups systematisch eine Infrastruktur ohne „KI-Gebastel" auf, und zwar auf allen Ebenen und für alle betroffenen Mitarbeiter. Durch den ganzheitlichen Ansatz in einem extrem komplexen KI-Transformationsprozess mit Beratung von oben nach unten und von unten nach oben - Bottom up, Top down - gehen sie einen eigenen Weg und bedienen sich dabei selbst der Generativen KI.

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  •  05/02/2025 06:00 PM

Künstliche Intelligenz ist ein Hype. Aber immer noch scheuen viele den Umgang damit, als handele es sich um ein mysteriöses schwarzes Loch - besonders wenn es um die generative KI geht, die selbständig Inhalte generiert. Maximilian Hentschel und Alexander Schindler haben sich mit WaveSix vorgenommen, Unsicherheiten und Vorbehalte zu nehmen, vor allem mittelständischen Unternehmen den Einsatz schnell wie einfach mit großen Einsparpotentialen zu ermöglichen. Das erst Ende 2024 gegründete Start-up erlebt derzeit eine enorme Dynamik. Es ist nicht die Beratung, die WaveSix besonders macht: Vielmehr werden gemeinsam mit dem Kunden spezifische KI-Produkte für deren Anwendungen entwickelt und danach bei Erfolg auch auf den Markt gebracht. So entstehen KI-Bausteine, die je nach Bedarf zusammengesteckt werden können - wie in einer Boutique.

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  •  01/20/2025 11:00 AM

Maximilian Dekorsy und Henry Keppler haben in einer Serie-A-Finanzierung für ihr Mitte 2022 gegründetes Start-up ecoplanet 16 Millionen Euro eingesammelt. Die Genugtuung ist groß: Denn EQT Ventures - nach eigenen Angaben größter VC-Fonds für Frühphasen-Tech-Gründungen in Europa - hat sich bei den jungen Gründern engagiert, die sich in ihrer Geschäftsidee einer KI-Software-Plattform für das kaum noch zu bewältigende Energiemanagement bestätigt sehen. Unter den Investoren gibt es weitere bekannte Namen: Erstinvestor HV Capital ist ebenso dabei wie die Flixbus-Gründer und auch Manager-Haudegen Gerhard Cromme. Dekorsy und Keppler haben ein Konzept entwickelt, das mittelständischen Unternehmen hilft, Energiekosten deutlich zu senken. Es kann die Prozesssteuerung optimieren und Zeiten günstiger, aber ständig schwankender Strompreise nutzen. Seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs sind die Volatilitäten extrem gestiegen. Besonders kleinere Firmen sind fast hilflos den - teils spekulativen - Launen des Marktes ausgeliefert. Mit der Serie-A können die Gründer die Wachstumsphase einläuten.

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  •  10/17/2024 06:00 PM

Zuerst haben Christopher und Benjamin Hill entschieden, selbstständig zu werden. Erst dann gingen die Brüder aus Siegen auf die Suche nach einem Geschäftsmodell. Während des Studiums entstand die Idee einer Lieferantensuchmaschine, die seit 2020 im Start-up ensun realisiert wird. Anders als Google adressiert sie Unternehmen, die nach Lieferanten-Beziehungen, nach Partnerschaften und Kooperationen suchen. Automatisierte Firmenprofile werden unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz erstellt. Wenn eine Ähnlichkeit mit Google besteht, dann nur, weil sich ensun mit 25 Millionen gespeicherten Unternehmen und 250 Millionen Produkten mehr und mehr von einer geschlossenen zur offenen Plattform wandelt.

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  •  09/10/2024 10:00 AM

Der Raumfahrt-Zulieferer DCUBED bereitet die Produktion im Weltall vor. Mit 3D-Druckern will das Münchner Newspace-Start-up dort Teile von Sonnensegeln und Antennen fertigen - und so teilhaben, den Weg für Missionen in die Tiefe des Weltraums mit Mondbasen oder gar Mars-Exkursionen zu bereiten. Das erfordert große Strukturen und Komponenten, die auf der Erde zwar hergestellt werden können, der Transport ins All jedoch enorm aufwendig ist und die Raumfahrt vor große wie kostspielige Herausforderungen stellt. Unternehmen, Forscher und Entwickler in Amerika, Europa oder Asien arbeiten am In-Space-Manufacturing. So auch DCUBED. Mit seinem Start-up hofft Gründer Thomas Sinn, zu den ersten zu gehören. Schon im nächsten Jahr kann es mit ersten Tests im Orbit ernst werden.

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  •  07/31/2024 05:00 PM

Die SILCA Import ist ein kleines Familienunternehmen, deren Gründer sich altersbedingt nach über 35 Jahren zurückziehen wollte, ein Nachfolger im familiären Kreis aber fehlte. Tradineo hat den Importeur von spanischen Spirituosen und Delikatessen aus Hamburg nun übernommen - und einen externen Nachfolger als neuen Unternehmensführer und -Mitinhaber gleich mitgebracht. Tradineo-Gründer Tobias Zimmer sorgt sich um Mittelständler, die vor einem Generationenwechsel ohne Familienanschluss stehen und so in arge Existenzprobleme geraten können. Der Start-Upper und Gründer des erfolgreichen Franchise Coffee Bike bietet mit seiner Mittelstandsholding eine Lösung an. Zwei Welten in einem: Start-Up und traditioneller Mittelstand.

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  •  03/27/2024 06:00 PM

Das Deep-Tech eleQtron entwickelt einen Quantencomputer, der in Sekunden komplexeste Aufgaben berechnet, wofür normale Computer Tausende von Jahre benötigen. Quantenphysiker Christof Wunderlich und Michael Johanning haben ihn an der Universität Siegen entwickelt - und 2012 den ersten deutschen Quantencomputer geschaffen. Das 2020 gegründete Spin-Off will eine effiziente, raum- und energiesparende, damit auch wirtschaftlichere Alternative zu den Supercomputern anbieten, die Google und IBM aufbauen. Die nun vereinbarte strategischen Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich ist eine wichtige Bestätigung des Geschäftsmodells. Jan Henrik Leisse ist Mitgründer und CEO von eleQtron. Er hat die Aufgabe übernommen, mit den Forschungserfolgen der Physik-Koryphäen ein Unternehmen aufzubauen, das allerdings erst in einigen Jahren auf den kommerziellen Durchbruch hofft.

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  •  03/04/2024 06:00 PM

Das in den vergangenen zwanzig Jahren entstandende Gründerzentrum um die Technische Universität München hat sich zum größten Start-Up-Netzwerk in Europa entwickelt. Sein Nukleus: die von Quandt-Erbin Susanne Klatten geschaffene gemeinnützige Organisation UnternehmerTUM. Das Erfolgsrezept: die enge Zusammenarbeit von Universität, Forschungsinstituten, Unternehmen und Investoren. Nun soll das Konzept in ganz Deutschland umgesetzt werden. Dazu ruft das Bundeswirtschaftsministerium den „Leuchtturmwettbewerb Startup Factories" aus. In den nächsten fünf Jahren sollen zehn bis 15 Gründerzentren um Hochschulen herum entstehen. Aus 26 Bewerbergruppen sind Ende Mai 15 ausgewählt worden, die in acht Monaten ihre Feinkonzepte erarbeiten und auf den endgültigen Zuschlag hoffen können. UnternehmerTUM als Blaupause, um im internationalen Wettbewerb innovativer Unternehmensgründungen Boden gutzumachen.

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