•  04/14/2026 03:00 PM

Hubschrauber- und Flugzeug-Piloten fliegen in ihren Maschinen zusammen mit autonomen Drohnen in einem Schwarm. Bemannte und Unbemannte arbeiten im Team zusammen, entscheiden gemeinsam mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz, was zu machen ist. Klingt utopisch? Seit vielen Jahren arbeitet die Rüstungsindustrie an dieser Technologie, um schnell und effektiv Einsätze - im Fachjargon „Missionen" genannt - zu erfüllen. Fabian Schmitt und Yannick Brand haben das Start-up HAT.tec als Ausgründung der Universität der Bundeswehr München aufgebaut und eine plattformunabhängige Software für das Manned-Unmanned-Teaming geschaffen. Nach sieben Jahren skalieren und kommerzialisieren sie seit 2025 ihr Produkt - und erwarten schon bald einen Auftragsbestand von sage und schreibe 100 Millionen Euro. Nicht nur für Militärs ist ihre Technologie interessant, auch für Polizei, Feuerwehr oder die Bergwacht.

Mehr lesen
23 Minuten Lesezeit
0 Kommentare
  •  12/23/2025 06:00 PM

Studenten der TU München haben ein globales, schnelles, effektives und kostengünstiges Infrarot-Satelliten-System zur Waldbrand-Prävention und -Beobachtung aus dem All entwickelt. Ohne die Technologie des Münchner Start-ups OroraTech arbeiten etwa Feuerwehren in Kanada nicht mehr. Das Warn-, Analyse- und Prognose-Tool sieht mit Wärmebildern aus der Erdumlaufbahn großflächig das, was Rettungskräften allein schon wegen starker Rauchentwicklungen vorenthalten bleibt. In Zeiten des Klimawandels und dramatisch zunehmenden Waldbränden haben die Gründer einen Punkt. Parallel haben sie eine Satelliten-Plattform gebaut, die die geplanten eigenen 100 Flugkörper befördern, aber auch anderen Start-ups und Forschungseinrichtungen angeboten werden soll. Ende November 2025 ist GENA OT mit mehreren Missionen erfolgreich mit SpaceX in die Umlaufbahn gebracht worden, womit das NewSpace-Start-up einen wichtigen Meilenstein gesetzt hat. Nun hat OroraTech auch den Dual-Use-Einsatz mit Anwendungen in der Verteidigung und Sicherheit für sich entdeckt.

Mehr lesen
30 Minuten Lesezeit
0 Kommentare
  •  05/30/2022 06:00 PM

Mit dem "Sondervemögen" für die Bundeswehr von 100 Milliarden Euro werden die Rufe nach Reformen in der Beschaffung lauter. Sascha Soyk wagt es, eine Teillösung im Kampf gegen Ineffizienzen anzubieten. Die digitale Beschaffungsplattform GovRadar soll Auftragsvergaben vereinfachen und beschleunigen. Sein Start-Up hat bereits Erfolge nachzuweisen: Seit Oktober 2021 nutzen mehr als 100 Städte, Landkreise oder Kommunen das - salopp ausgedrückt - „Online-Shopping". In der Rüstung wird es nicht um den Leopard-2-Panzer gehen, sondern um standardisierte Ware wie Schutzkleidung, Rucksäcke oder Munition. Topmanager Wolfgang Reitzle und Finanzcheck-Mitgründer Andreas Kupke sind im Mai als Investoren eingestiegen und überzeugt von der Geschäftsidee des in Bundeswehr und Nato vernetzten aktiven Reserveoffiziers Soyk, Kompaniechef der 6. Kompanie im Gebirgsjägerbataillon 231.

Mehr lesen
25 Minuten Lesezeit
0 Kommentare