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18 Jan
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Unternehmen - vor allem kleine und mittelständische - von den teuren Launen der Strommärkte zu befreien, das sehen Jill und Mark Hellmann Regouby als ihre Mission. Deshalb haben sie Elektrofleet gegründet, die Betriebe mit der Installtion von Photovoltaik-Anlagen unabhängig vom Netz und eine langfristig sicherer, zuverlässige und zu festen Preisen kalkulierbar Stromvollversorgung ermöglichen sollen. Das Ehepaar hat gerade erst das Start-Up aufgebaut, mit dem die Anlagen finanziert, betrieben und die Versorgung über ihr virtualles Stromnetzwerk sichergestellt wird. Jill Hellmann Regouby stammt aus der Familie, die den Logistikkonzern Hellmann aufgebaut hat. Sie repärsentiert die fünfte Generation.

18. Januar 2023 - Von Rüdiger Köhn, München   

Etliche Türen entfernt befindet sich das Büro der beiden, wo vier Mitarbeiterinnen in aller Stille das Online-Portal von Shavent betreuen und Bestellungen abwickeln. Ein paar Stockwerke höher geht es in die Werkstatt, wo Nassrasierer mit Schwingkopf endgefertigt werden, von Armin Lutz Seidel, 65, und Tochter Romy Lindenberg, 38, höchstselbst, unterstützt durch Teilzeitkräfte. Auf dem Tisch stehen diverse Maschinchen „Made by Seidel". Auf demselben Flur sitzen nebenan in einem viel größeren Lagerraum zwei Mitarbeiterinnen und verpacken die bestellte Ware: ein exklusives, silberfarbenes Rasiergerät aus rostfreien Metall. Mehr als 30.000 Päckchen haben sie bislang versendet.Was sich in München-Obersendling auf dem ehemaligen Siemens-Gelände im ziemlich unübersichtlichen M-Gewerbepark in Gebäude 64.07a niedergelassen hat, 

          Jill und Mark Hellmann Regouby                                                                      Foto Elektrofleet

ist nichts anderes als eine Garage, wie man sie zu Start-Up-Gründerzeiten aus dem Silicon Valley kennt; allerdings ohne Tor und in vier Räumen auf zwei Stockwerken verteilt. Als Romy Lindenberg an jenem Heiliagabend 2019 ihrem Vater den 3D-Drucker schenkte, ahnte sie nicht, was dieser nur wenige Tage zuvor unter der Dusche ausgeheckt hatte. Es müsste einen plastikfreien Schwingkopf-Rasierer geben, dachte er sich während der Rasur. Ihn nervten die Wegwerfrasierer aus Plastik mit ihren kleinen Klingen, die Kunststoff in ungeahntem Ausmaß vergeuden und nicht recyclebar auf dem Müll landen. Noch an den Weihnachtentagen 2019 druckte er mit dem Präsent der Tochter den ersten Prototypen eines ungewöhnlichen, massiven Schwingkopf-Rasierers aus. Wenn Seidel sichEtliche Türen entfernt befindet sich das Büro der beiden, wo vier Mitarbeiterinnen in aller Stille das Online-Portal von Shavent betreuen und Bestellungen abwickeln. Ein paar Stockwerke höher geht es in die Werkstatt, wo Nassrasierer mit Schwingkopf endgefertigt werden, von Armin Lutz Seidel, 65, und Tochter Romy Lindenberg, 38, höchstselbst, unterstützt durch Teilzeitkräfte. Auf dem Tisch stehen diverse Maschinchen „Made by Seidel". Auf demselben Flur sitzen nebenan in einem viel größeren Lagerraum zwei Mitarbeiterinnen und verpacken die bestellte Ware: ein exklusives, silberfarbenes Rasiergerät aus rostfreien Metall. Mehr als 30.000 Päckchen haben sie bislang versendet.Was sich in München-Obersendling auf dem ehemaligen Siemens-Gelände im ziemlich unübersichtlichen M-Gewerbepark in Gebäude 64.07a niedergelassen hat, ist nichts anderes als eine Garage, wie man sie zu Start-Up-Gründerzeiten aus dem Silicon Valley kennt; allerdings ohne Tor und in vier Räumen auf zwei Stockwerken verteilt. Als Romy Lindenberg an jenem Heiliagabend 2019 ihrem Vater den 3D-Drucker schenkte, ahnte sie nicht, was dieser nur wenige Tage zuvor unter der Dusche ausgeheckt hatte. Es müsste einen plastikfreien Schwingkopf-Rasierer geben, dachte er sich während der Rasur. Ihn nervten die Wegwerfrasierer aus Plastik mit ihren kleinen Klingen, die Kunststoff in ungeahntem Ausmaß vergeuden und nicht recyclebar auf dem Müll landen. Noch an den Weihnachtentagen 2019 druckte er mit dem Präsent der Tochter den ersten Prototypen eines ungewöhnlichen, massiven Schwingkopf-Rasierers aus. Wenn Seidel sich


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